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Die klassischen Pfeifenformen

06.03.2017 / Pfeifen Lexikon
Die klassischen Pfeifenformen - Die klassischen Pfeifenformen

Die klassischen Pfeifenformen namentlich zu kennen gehört sozusagen zur Grundausbildung des Pfeifenrauchers. Wir möchten Ihnen
das Erlernen dieses Grundwissens aber so leicht wie möglich machen. Durch einfache Abbildungen, die auf einen Blick mehr als
lange Beschreibungen aussagen.


Beginnen wir hier mit dem Urbild der Pfeife, der Billiard:

Pfeifenform Billirad

Sie ist die Ausgewogenheit schlechthin. Ist der Kopf etwas mehr zylindrisch gestaltet, spricht man vom Londonkopf. Die Billiard ist
wohl die bekannteste und verbreitetste aller Pfeifen. Sie gibt es natürlich, Wie auch die folgenden Modelle, in den verschiedensten
Größen, Längen und in leichten Abwandlungen.


Das nächste Modell ist die Dublin:

Pfeifenform Dublin

Trotz der schrägen Front hat die Bohrung (also der Innenteil) senkrechte Wände. Diese Pfeife gibt es in zahllosen, immer eleganten
Varianten.


Nun zur Pot:

Pfeifenform Pot

Pot-Pfeifen sind handfeste Stücke mit dicken Wänden des Kopfes. Diese Pfeife zeigt viel Holz, ist deshalb ziemlich unkompliziert.
Wird nicht so leicht heiß und brennt gleichmäßig. Sie eignet sich daher besonders auch für Anfänger.


Nun zur Stand-up-Poker:

Pfeifenform Stand-up-Poker

Dieses Modell bietet einen besonderen Vorzug: Es kann problemlos abgestellt werden. Der Kopf ist meist ähnlich solide wie bei einer Pot, sie ist ebenso leicht zu rauchen. Neben vielen Varianten gibt es die Stand-up-Poker auch mit abgeflachten Seiten, also in Würfelform.


Jetzt zu einer ganz speziellen Pfeife, der Churchwarden (= Kirchenvorsteher, Hochwürden):

Pfeifenform Churchwarden

Sie gibt es sowohl mit Billiard- als auch mit Dublin-Kopf. Sie ist etwa so lang wie zwei übliche Pfeifen. Wegen ihres langen Rauchkanals raucht sie sich besonders kühl und trocken. Man benutzt sie beim Lesen, Fernsehen etc. Das Problem dabei soll nicht verschwiegen werden: Es ist ein wenig umständlich, mit ihr umzugehen. Sie verbietet hektische Bewegungen und die meisten Tätigkeiten außer Rauchen.


Weiter geht es mit der Lovat:

Pfeifenform Lovat

Ihr Kopf ist meist eine Billiard-Form, der Unterschied ist ein sehr langer Holm, auf dem dann meist ein kurzes Sattelmundstück sitzt.
Diese Form ist relativ selten, weil sie logischerweise aus einem ziemlich großen Bruyère-Block geschnitten werden muß. Dafür verspricht sie besonders milden Rauch, weil mehr Bruyère-Holz am Abbau des Kondensats beteiligt ist.


Hierzu noch eine Variante, die Liverpool.

Pfeifenform Liverpool

Auch diese Pfeife hat die gleichen Eigenschaften und auch ein ähnliches Aussehen, nur besitzt sie ein durchgehendes Mundstück.


Nun kommen wir zu den gedrungenen sportlichen Formen.

Die erste davon ist eigentlich so etwas wie eine dicke Billiard. Man nennt sie Apple:

Pfeifenform Apple

Sie hat auch die entsprechend kräftige Holzstärke und liegt voll in der Hand. So eine Pfeife ist, ähnlich wie eine Pot, das Richtige für alle, die nicht allzuviel Vorsicht walten lassen möchten.


Eine etwas elegantere, aber ähnliche Form zeigt die Prince (auch Tomate):

Pfeifenform Prince

Die gibt es oft mit langen oder stärker gebogenen Mundstücken.


Vom nächsten Modell, der Cad:

Pfeifenform Cad

gibt es viel Varianten. Mit eingefrästen Ringen, facettierten Seitenflächen. Typisch daran sind gekantete Holme und Mundstücke. Diese Pfeifen werden bevorzugt im Freien, unterwegs und während handwerklicher Arbeit geraucht. Wahrscheinlich weil sie so stabil sind, dickes Holz haben und fest in der Hand liegen.


Als nächstes zur Bent Army:

Pfeifenform Bent Army

Wie der Name schon sagt, ist sie eine gebogene Army - und vereinigt natürlich die Vorteile beider Modelle. Diese Pfeifenform ist eine
Domäne der irischen Firma Peterson, kommt aber gelegentlich auch in anderen Kollektionen vor.


Nun noch zu einer eleganten Bent-Variante, der Bent Albert:

Pfeifenform Bent Albert

Sie ist wohl die Ahnin vieler moderner Freehand-Formen. Zeigt sie doch schon eine sehr fließende elegante Form mıt trotzdem kräftigen Konturen.


Zum Schluß noch zur Bent Rhodesian:

Pfeifenform Bulldog

Es handelt sich dabei um eine gebogene Bulldog, eine besonders handfeste Form, die genauso grundsolide ist, wie sie aussieht.


Das wären die wichtigsten klassischen Formen. Selten gibt es noch facettierte Varianten davon mit dem zusätzlichen Namen Panel. Es
gibt zum Beispiel Panel Billiards, Panel Apples, Panel Prince usw. Das Angebot ist allerdings gering. Die daraus entwickelten Free-
hand-Formen haben bisher jeder Klassifizierung und Benamung erfolgreich widerstanden (obwohl ihnen natürlich oft von den Her-
stellern Eigennamen zugelegt werden). Sie lassen sich dennoch auf irgendeine Art immer von einer der klassischen Formen ableiten.

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